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Studie: Verbraucher sind zu einseitig
versichert
Die meisten Verbraucher sind
überversichert gegen Unfälle mit Todesfolge oder
Invalidität, aber nicht ausreichend abgesichert gegen
Berufsunfähigkeit, Krankheit und Pflegebedürftigkeit.
Dies ist eine zentrale Erkenntnis der neuen Frühjahrsstudie
2004* der Finanzberatungsgesellschaft Plansecur.
Nach
Expertenschätzung sind 71 Prozent der Verbraucher und ihre
Familien finanziell bestens versorgt im Todesfall und 66 Prozent
bei Invalidität durch Unfall. Aber bei 84 Prozent klaffen
Versorgungslücken bei Berufsunfähigkeit und bei
Krankenzusatztarifen, hat die Untersuchung ergeben. 94 Prozent
haben nach Einschätzung der Experten keine zusätzliche
Absicherung gegen die finanziellen Folgen einer
Pflegebedürftigkeit durch eine Pflegezusatzversicherung
getroffen. Bei 58 Prozent ist die Altersrente nicht abgesichert.
"Viele Verbraucher haben den Überblick über ihre
Versicherungen verloren und wissen gar nicht genau, gegen welche
Risiken sie eigentlich abgesichert sind und gegen welche nicht",
glaubt Plansecur-Geschäftsführer Johannes
Sczepan.
Krankenzusatzversicherungen - zum Beispiel für
Zahnersatz, den die gesetzlich Krankenversicherten von 2005 an
allein finanzieren müssen - werden die meisten Verbraucher
künftig bei privaten Krankenversicherungen abschließen,
meinen 69 Prozent der Berater. Lediglich 16 Prozent glauben, dass
diese Pflichtversicherung sicher bei den gesetzlichen
Krankenversicherungen abgeschlossen wird. Beitragssenkungen der
gesetzlichen Krankenkassen auf breiter Front aufgrund der
jüngsten oder künftiger Reformen im Gesundheitswesen
schließt die Mehrzahl der Experten allerdings aus.
Lediglich 7 Prozent vertreten die Überzeugung, dass die
Beiträge noch vor 2010 nach unten gehen, 4 Prozent vermuten
Beitragssenkungen erst nach 2010. Die Hälfte der Experten
ist jedoch überzeugt, dass die Beiträge zur
gesetzlichen Krankenversicherung "nie mehr" auf breiter
Front sinken werden. Das ist nicht weiter verwunderlich: In der
gleichen Umfrage stellen 55 Prozent der Fachleute der aktuellen
Gesundheitsreform die Schulnote 5 oder 6 aus.
* Im Rahmen
der Studie wurden 260 Finanzberater nach ihren Erkenntnissen aus
der Beratungspraxis über das Spar- und Anlageverhalten der
Verbraucher und nach ihren Empfehlungen für die
Altersvorsorge und weitere Aspekte der privaten Vermögensbildung
befragt.
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